Stoffner-Mengis-Schramm spielen schon seit vielen Jahren in verschiedenem Kontext miteinander. Seit 2007 in dieser Besetzung. Bald einmal stellte sich heraus, dass die Lust am Herumexperimentieren, das freie Spiel immer zentraler wird. es gibt keine fixen Abläufe, keine vorgegebenen Themen, alles entsteht aus dem Moment heraus. die Balance zwischen totaler Freiheit und Risiko treibt uns an. kontinuierlich ist so ein Bandsound, ein Fundus gewachsen, der eben dieses Fehlen an Fixpunkten kompensiert. jeder weis, er kann sich auf die anderen verlassen, egal was für Haken er schlägt. in letzter Zeit wurde auch der Einsatz von Elektronik immer wichtiger, eine Erweiterung des Experimentierfeldes. ständig sich verändernde Klanggebilde wachsen, amorph, organisch. der totale Bruch ist stets möglich, durch ein scharfes Riff, ein zartes Solo oder der Stille. Urplötzlich werden Stimmungen über Bord geworfen und ebenso überraschend wieder zurück ins Boot geholt.

Der Sound ist ein Konglomerat von Rock, Grunge und Jazz, manchmal recht psychodelisch, manchmal zerbrechlich, dann wieder bombastisch. Obwohl freie Musik gespielt wird, hat man keine Angst vor Melodien. aktuelle Musik, zeitgenössische Musik… unkonventionell ist auch das Fehlen eines Basses, ein Raumgewinn sozusagen, der noch mehr Freiheit bringt. es gibt keine Trennung zwischen Rhythmusgruppe und Solisten. Alle sind Alles.

Alles in allem eine ziemlich wilde Angelegenheit also, zumindest wahrscheinlich, denn so genau kann man das im vornherein eben nicht sagen, und das ist gut so.